Als Schweizer fühl ich mich jetzt doch genötigt, einen Kommentar zu Broders Text (link hier) abzugeben: Für mich hat diese Abstimmung vor allem gezeigt, dass die durchschnittliche Intelligenz und das Einfühlungsvermögen der Bevölkerung längerfristig wohl doch nicht ausreicht für ein nachhaltiges Überleben der Gattung. So wie die Kampagne der SVP ganz bewusst aus Gründen der Demagogie haarscharf an den wirklichen interreligiösen Problemen der Gesellschaft vorbei geschrammt ist, haut Broder nun -von der anderen Seite des Konfliktraumes her kommend, jedoch nicht weniger "extremistisch"- in die selbe Kerbe und verfehlt das Thema damit (ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt) wiederum haarscharf. Ich denke man wird einer Gruppierung (ob politischen, religiösen, sportlichen, kulturellen, etc) nicht gerecht, wenn man sich darauf beschränkt, ihre extremistischsten und negativsten Auswüchse als für sie repräsentativ zu betrachten. Wer das tut, ist von bösartiger Demagogie angetrieben. Den Islam grundsätzlich als expansiv, in einer beständigen Konkurrenz zur hiesigen "Leitreligion" stehend, zu bezeichnen, ist im Grunde genauso hirnrissig (in CH Deutsch "bireweich") wie die zwangsneurotischen Verhaltenweisen der Saudis und Mullahs. Die sind in ihren Ländern ja in erster Linie damit beschäftigt, ihre Dynastien und Theokratien aufrecht zu erhalten und benutzen dazu die Religion, die es den Herrschenden immer schon einfach gemacht hat, ihre Bevölkerung zu terrorisieren (siehe Inquisition). Die allermeisten Muslime in Europa sind sicherlich mit anderen Fragen beschäftigt als damit, wie sie ihre Religion möglichst breitflächig in den Kontinent einsickern lassen können. Die meisten Muslime haben sich bis letzten Sonntag wahrscheinlich nicht mal einen Kopf über Minarette gemacht. Dass es eine breite, regressive Strömung in dieser Religionsgruppe gibt, hat in meinen Augen etwas mit dem Gefälle zwischen Stadt- und Landbevölkerung zu tun. Wenn sich 200 000 Oberbayern nach Ankara aufmachen würden, um da Arbeiten zu können, würden sie sich wohl auch abschotten, würden die Lederhosen nun ganz bewusst tragen und schon nur aus Trotz jeden Monat in "ihrem" Viertel ein Oktoberfest feiern. Die Probleme in den Metropolen haben mit der Unvereinbarkeit ländlicher Strukturen mit der Urbanität, auf die sie in Grossstädten nun mal prallen, zu tun. Wir Schweizer sind nichts anderes als Bauern, die zu Geld gekommen sind. Wenn wir nun anfangen, mit denselben undemokratischen Mitteln, wie sie in nationalistisch-feudalistisch-diktatorischen Regimen üblich sind, Öl in die zahllosen Brandherde zu schütten, Ressentiments zu schüren, haben wir schon verloren. Jedoch ist augenfällig, dass die Menschheit mit grossen Schritten auf Rabatz zusteuert. Einfaches Denken, Polemik, Demagogie, Abgrenzung sind auf dem Vormarsch und die Zeichen verdichten sich, dass wir uns alle noch nach dem kalten Krieg zurücksehnen werden, in dem sich zwei rational denkend und agierende Systeme gegenüberstanden, die genau aus diesen Gründen den Krieg haben kalt bleiben lassen. Was wir jetzt erleben ist ein Rollback der Aufklärung zu Gunsten einer geradezu krankhaften Lust an Xenophobie und "Beleidigt-Sein". Wir wären so gerne alle Opfer und sind doch im Grunde nichts anderes als mickrige, spiessige Täter. Und, lieber Herr Broder, ich lasse mich ungern von Ihnen als "Gutmensch" (einem Wort was, so viel ich weiss, erstmals in "Der Stürmer" auftaucht) verunglimpfen, nur weil ich nicht ganz Ihrer Meinung bin... Marc Ottiker |
| 04.Dez.2009 18 Uhr |
WIR HABEN DIE MUSIK unterwegs mit Tom Liwa und seinen Songs Auführung: Zeise Kinos Hamburger UNERHÖRT! Musikfilmfestival |
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| 20.Nov.2008 20 Uhr |
Uraufführung:
Mit : Tom Liwa, Franz Dobler, Evita Gründler, Maik Brüggemeyer, Dorothee Becker, Christoph Feistauer u.a. Eine Produktion der gute filme GmbH Nov. 2008 Uraufführung: Zusätzliche Vorstellungen: |
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| 20.Mai 2008 20 Uhr |
Premiere: Epstein Epitaph in der Volksbühne Berlin, 3. Stock eine musikalische Revue mit Texten von Lothar Trolle mit Irina Kastrinides, Christoph Letkowski, Uwe Preuss und Mark Smolak Spielplan |
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| Juli 2005 | Der Dokumentarfilm WIR HABEN DIE MUSIK
über den Singer/Songwriter Tom Liwa ist fertig gestellt. |
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| 14. April 2005 |
Karten können telefonisch unter (030) 327.02.098 bestellt werden. |
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| März/April 2005 | Marc Ottiker inszeniert BLOOD KNOT von Athol Fugard. [jetzt bei amazon.de bestellen] | ||||
| Dez. 2004 | Marc Ottiker und der Schauspieler und Drehbuchautor Alexander
Seibt erhalten Drehbuchförderung von der Stadt Zürich für das Spielfilmprojekt
mit dem vorläufigen Arbeitstitel DER GROSSE PLAN.
Im April 2005 werden die beiden die erste Fassung des Drehbuches erstellen.
Produziert wird diese Tragikomödie von Spielplatzfilme, Pascal Ulli, Zürich. |
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| Nov. 2004 |
VIDEO 451 hat eine sehr schöne Edition zusammengestellt. Mit zwei Kurzfilmen und dem Tom Liwa-Clip, sowie Audiokommentaren mit Doris Schretzmayer, Stephan Kampwirth und Marc Ottiker. "... Außerdem ist der separat abrufbare Soundtrack von Stefan Giuliani und Marc Ottiker ein Genuß." (Film-Dienst) |
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| Juni 2004 | Erste Begleitung von Tom Liwa auf eine Mini Deutschland-Österreich
Tour um ein Portrait über ihn zu drehen, was in allen vier kommenden Jahreszeiten
spielen wird. |
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| März 2004 |
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| Seit Feb. 2004 | Arbeit an dem neuen Script INKARNATION
für Reverse Angle Factory, sowie Treatment Auftrag DILETTANTEN
für x filme. |
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| Januar 2004 | Arbeit am Treatment zur Dokumentation FISH
OUT OF WATER, ein Videotagebuch zur Festivaltour von 1/2
MIETE. 22 Stunden Material aus Salerno, Washington, Jeonjiu, Sydney
und Jerusalem. |
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| 1.1.2004 | Kinostart von 1/2 MIETE in Berlin, Köln und Dresden. | ||||
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| Juli 2003 | Auf dem Filmfest
Stuttgart Ludwigsburg wird 1/2 MIETE ausgezeichnet
mit dem Preis der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Das Brot
der frühen Jahre für das beste Drehbuch (Junges deutschsprachiges
Kino.) |
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| Juni 2003 | 1/2 MIETE läuft auf dem 50th
Sydney Filmfestival. Ein Interview von SBS Radio mit Marc Ottiker kann unter http://www.sbs.com.au/radio_new/index.html (bei Featured Languages unter German) angehört werden (MP3 oder RealAudio.) |
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| Mai 2003 | Das Brooklyn
International Film Festival zeichnet 1/2 MIETE
aus: Best Screenplay. |
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| April 2003 | 1/2 MIETE läuft auf dem FilmFest
DC, Washington. |
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| April 2003 | 1/2 MIETE ist Preisträger des
Jenjou International Filmfestival, Süd Korea: "The movie creates
an excellent coherence between the possibilities of the digital medium
and the content of the film. It gives close and lively descriptions of
the environments and situations and its unusualy successful in describing
emotional depth of the characters. The story is told in a convincing and
charming way and unlike many digital films, it's use of musical elements
is of high quality.". |
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| April 2003 | 1/2 MIETE läuft auf dem Linea
d'ombra, Salerno. |
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| April 2003 | Das Bermuda
International Film Festival zeichnet 1/2 MIETE
aus: "We honoured 1/2 THE RENT with a Special Jury Mention because of its original cinematic vision - we felt it was a unique film." |
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| Feb. 2003 | 1/2 MIETE läuft auf der Berlinale. |
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| Jan. 2003 | 1/2 MIETE läuft auf den 38. Solothurner
Filmtagen, dem International
Film Festival Rotterdam (nominiert für den VPRO Tiger Award)
und dem Göteborg
Film Festival. |
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| Nov. 2002 | 1/2 MIETE läuft auf dem 13. Kinofest
Lünen. |
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| Nov. 2002 |
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| Okt. 2002 | 1/2 MIETE ist Eröffnungsfilm der
36. Internationalen Hofer Filmtage. |
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| Mai 2002 |
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